Welche Männer besuchen die Workshops von Gay Love Spirit?

In unsere Workshops kommen ganz unterschiedliche Männer. Auf dem Wege sich selbst zu entdecken, suchen sie meist neue Erfahrungen. Übungen und Rituale helfen Ihnen dabei, aus eingefahrenen Gleisen herauskommen, Hemmungen und Ängste zu überwinden, oder schlummerndes Potential zu wecken. Sie wollen sich oft auch mit ihrer Spiritualität neu verbinden und in einer Gruppe im Kontakt mit anderen ausprobieren und experimentieren.

Alle Altersgruppen ab 18 Jahren sind vertreten, wobei sich Männer zwischen 30 und 50 Jahren besonders angesprochen fühlen. Auch bisexuelle Männer und Männer, die erst kürzlich ihr Coming-Out hatten, kommen gerne in unsere Workshops. (meist zwischen 12 - 24 Teilnehmer pro Gruppe)

Wie geht ihr mit Grenzen um?

Unsere Workshops sind so gestaltet, dass wir Vertrauen herstellen, in welchem die Übungen aufeinander aufgebaut sind. Du bist jeder Zeit für das Wie viel und Wie weit deiner Handlungen selbst verantwortlich. Grenzen setzen und respektieren ist ein wichtiger Bestandteil der Übungen in unseren Workshops.

Selbsterfahrung ist ein Weg der Ausdehnung und führt so unmittelbar über enge persönliche Grenzen des Verhaltens und der Einstellung hinaus. Es kann sehr heilsam sein, deine Grenzen zu erkennen und zeigen zu lernen.

Erst dadurch haben auch andere Menschen die Möglichkeit, diese zu erkennen und zu respektieren. Im ‚Nein' sagen können, in der Fähigkeit, sich abzugrenzen und in der Fähigkeit zum Äußern von Wünschen und Bedürfnissen steckt ein wichtiger Aspekt deines Selbst.

In der Gestaltung eines positiven, selbstbestimmten und gesunden Lebens spielen diese kommunikativen Qualitäten eine besondere Rolle. 
Unsere Gruppenprozesse geben dir die Gelegenheit, diese Qualitäten in einer geschützten Umgebung zu kultivieren.

Widerstand kann manchmal während eines Prozesses aufkeimen und dich bei der Wahrnehmung deines Genusses oder deiner Weiterentwicklung behindern. Dann gilt es, sich mit dem Widerstand zu beschäftigen. Wenn es gar nicht geht, kann es ebenfalls hilfreich sein, eine Übung nicht mitzumachen, sondern einfach nur wahrzunehmen was in dir passiert.

Was ist der Unterschied von euren Workshops und Tantra?

Der Begriff “Tantra” wird heutzutage auf vielfältige Weise verwendet. Dabei stehen Rituale zur Verehrung des Höchsten in uns und zur Vereinigung der Gegensätze, wie zum Beispiel der männlichen und weiblichen Aspekte, Licht und Schatten, Sexualität und Spiritualität, im Vordergrund. Teile dieser Rituale haben wir in unserer Entwicklung kennen gelernt und verwenden sie in unseren Workshops entsprechend.

Habt ihr dann Sex in den Workshops?

Ja, natürlich haben wir Sex! Wir fangen da an, wo andere aufhören.

Anders als im Alltag begreifen wir Sex allerdings als eine Begegnung auf allen Ebenen. Wir arbeiten mit dem Körper und mit der sexuellen Energie. Der Grad der Intimität ist je nach Workshop unterschiedlich und hängt von deinen persönlichen Grenzen ab. Wir bieten auch Workshops an, in denen Sexualität nicht im Vordergrund steht.

Wie ist es mit der Nacktheit?

Nacktheit ist bei vielen Übungen eine angenehme und sinnvolle Voraussetzung (stelle dir zum Beispiel eine erotische Massage mit Öl in Kleidern vor!). Du selbst bestimmst jedes Mal, ob und in wieweit du dich auf das Nacktsein einläßt.

Der Sehnsucht nach Kontakt und Sinnlichkeit steht oft die innere Angst vor Verletzungen gegenüber. Die vertrauensvolle und achtsame Atmosphäre unserer Workshops hilft dir, diese Angst zu überwinden.

Partnerwahl in den Übungen:Was ist, wenn ich keinen Partner in der Gruppe finde, der mir sympathisch ist? Oder was ist, wenn ich von jemandem angesprochen werde, mit dem ich eine bestimmte Übung nicht machen möchte?

Würden wir eine offene Partnerwahl in unseren Workshops praktizieren, könnte dies bei einigen Teilnehmern zu großer Anspannung führen. Dies ist zum einen in einer tiefen Angst vor Ablehnung begründet, zum andern kann die Partnerwahl mit überhöhten Erwartungen emotional verknüpft sein.
 Daher wechseln Partner bei Gay Love Spirit häufig. Sie werden in spielerischer Weise und nach dem Zufallsprinzip gewählt. Das schafft Abwechslung, viele Erfahrungen und Spaß.

Partner in einer Übung sollen dir helfen, eine Erfahrung zu machen oder etwas zu üben. - Der Mann für eine bestimmte Übung zieht weder bei dir ein, noch musst Du mit ihm die nächste Nacht verbringen! - Gerade Männer, die wir normalerweise nicht wählen würden, können uns über unsere Grenzen hinweg weiterbringen, besser als der Traumprinz, der sich im Nachhinein möglicherweise als Diva entpuppt.

Im Wesentlichen geht es um Erfahrungen, die du mit dir selbst machst, um dein persönliches Wachstum. Die anderen Menschen in der Gruppe können dir als Spiegel dienen. Dies soll es dir erleichtern, den Zugang für das Wesentliche zu finden.

Wozu bietet Ihr Rituale an?

Ein Ritual ist ein Instrument. Es hat eine zeitliche Begrenzung und eine starke äußere Struktur, innerhalb derer es möglich ist eine neue Erfahrung zu machen. Das Bewusstsein kann sich für einen magischen Raum öffnen, indem wir uns auf das Unbekannte einlassen. Auf diese Weise erfahren wir Transformation und Wachstum.

Einige Beispiele für Rituale bei Gay Love Spirit :

  • Massagerituale: In unseren Massageritualen begegnest Du mehreren Partnern nach einem Zufallsprinzip. Die Trainer wachen über die Einhaltung der Regeln und unterstützen das Wohlbefinden der Teilnehmer.
  • Transformationsrituale: Kraftvolle Rituale in denen die Naturelemente genutzt werden, um persönliche Wünsche oder Prozesse zu unterstützen .
  • Schwitzhütte: Sie ist bei den Indianern Nordamerikas wie auch bei vielen anderen Völkern der nördlichen Erdhalbkugel weit verbreitet und dient der zeremoniellen Reinigung
  • Selbstlieberitual: Im Selbstlieberitual verwöhnen wir uns selbst und erfahren Selbstakzeptanz und wirklichen Kontakt mit uns selbst.

Was meint Ihr mit "Stille" und "Präsenz"?

Die Stille, die hier gemeint ist, ist die Stille in den Gedanken.
Dafür nutzen wir Körper- und Atemübungen, sowie Schweigen und Meditationen. Auf diese Weise verlangsamt sich unser Denken und es kommt zur Stille.

Wir können diese Stille auch in der Hingabe erfahren - beim Betrachten eines Sonnenunterganges, beim Singen, beim Massieren, beim Tanzen. Wir sind dann nicht mehr mit unserer Gedankenmaschine identifiziert, sondern präsent in dem, was wir tun oder in dem, was wir gerade erfahren.

In dieser unmittelbaren Präsenz erfahren wir einen offenen Bewusstseinszustand. Hier können wir die Erfahrung des Einssein, Getragen Sein, gelöst Sein machen. Das ist die Quelle, aus der Licht, Liebe, Freude, Innerer Frieden und Glückseligkeit zum Fließen kommen kann.

Um diesen Zustand innerhalb der Gruppe zu fördern, praktizieren wir bewusst Zeiten der Stille in unseren Workshops, zum Beispiel vor dem Frühstück oder zwischen manchen Gruppenübungen.

Thema Partnerschaft: Kann ich alleine kommen oder muss ich einen Partner mitbringen?

An einem Workshop bei uns kannst du allein, als Single oder mit deinem Partner teilnehmen.

Es kann es sehr schön sein, mit dem Intimpartner einen Workshop zu erleben. Getragen durch das Gruppengefühl, können Übungen und Berührungsrituale eine Partnerschaft neu beleben. Aber auch das spirituelle Wachstum, das jeder Gruppenteilnehmer individuell erfährt, kann eine bestehende Partnerschaft bereichern.

Auf der andern Seite kann ein Partner aber ebenso Deine individuelle Entwicklung einschränken oder behindern, deshalb kommen Partner manchmal auch bewusst einzeln in unsere Workshops. Egal ob Du allein kommst oder mit Partner, Du kannst viele interessante Männer kennen lernen und deren Schönheiten entdecken. Oft entwickeln sich aus den Gruppen kleine oder größere Affären, manchmal sogar tiefe Liebesabenteuer. Der wichtigste Aspekt ist unseres Erachtens jedoch, dass wirklich intime und verbindliche Freundschaften in der Gruppe und in unserem Netzwerk entstehen.

Daher sind die Gruppen für jeden Mann eine gleichermaßen schöne und sinnliche Gelegenheit, Männer auf besondere Art und Weise kennen zu lernen.

Sind Eure Workshops gefährlich für eine Partnerschaft?

Grundsätzlich gefährden unsere Workshops eine Partnerschaft nicht!

Paare, die an offenen Workshops bei Gay Love Spirit teilnehmen, erhalten von unserer Seite den Schutzraum, der für ihre Partnerschaft notwendig ist.

Probleme ergeben sich meist dann, wenn die Partner unterschiedliche Einstellungen zu den Themen Kontakt und Offenheit zu anderen Männern haben. Wir unterstützen den Austausch der Partner über diese Themen und sprechen sie auch an. Angst und Eifersucht sind oft das Ergebnis von mangelnder Kommunikation in der Partnerschaft.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Selbsterfahrungsgruppen und Workshops bei Gay Love Spirit vorhandene oder latent schwelende Prozesse beschleunigen können. Manchmal werden Konflikte durch einen Workshop erst wirklich sichtbar. Unsere Arbeit verstärkt die bewusste Wahrnehmung sowohl der Bedürfnisse der einzelnen Partner als auch der Vielschichtigkeit und Einzigartigkeit ihrer Beziehung.

Tritt ein Konflikt durch einen Workshop zutage, kann eine weiterführende (eventuell therapeutische) Betreuung von Nutzen sein.
Meditation ist ein Werkzeug, um zur Ruhe zu kommen und sich von Glaubenssätzen oder Rollen zu distanzieren, die einem nicht mehr dienen. Dies kann die Basis für einen neuen Anfang in einer Partnerschaft geben.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen, um bei einem Workshop teilzunehmen?

Die Workshops sind generell offen für jeden Teilnehmer, es sei denn, sie sind als Fortgeschrittenen-Workshop ausgeschrieben. Vorerfahrung in Selbsterfahrung, Körperarbeit, Meditation oder Tantra erleichtert sicherlich den Zugang.

Kann ich während eines Workshops zu Hause übernachten?

Ja, außer bei mehrtägigen Seminaren, die als "Retreat" bezeichnet sind, gehören gemeinsames Essen und Übernachtung mit zum Workshop, um in der Gruppenenergie zu bleiben. Die Gruppenprozesse fangen häufig früh an und dauern oft bis gegen Mitternacht.
Die Übernachtung ist deshalb Bestandteil dieser Seminare. Bei allen anderen Workshops kannst Du auch zu Hause übernachten.